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213. winFORS meeting

Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

Das Interesse war überwältigend: Das 213. Meeting des Unternehmernetzwerks winFORS e. V. am vergangenen Dienstag, den 12. Mai, war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Über 25 Unternehmer und Führungskräfte sowie zahlreiche Freunde des Vereins waren der Einladung gefolgt, um eines der bedeutendsten Symbole der deutschen Teilung und Versöhnung in neuem Glanz zu erleben: das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth.

„Dieses Museum ist ein echter Leuchtturm für unsere Region und einfach wunderschön geworden“, resümierten die Teilnehmer angesichts des modernen Neubaus, der sich harmonisch in das geschichtsträchtige Dorfensemble und die Landschaft einfügt. Aus dem einstigen Ort der Trennung, weltweit bekannt als „Little Berlin“, ist ein repräsentativer Ort der Begegnung und des Lernens geworden, der nationalen Vergleichen standhält.

Zeitgeschichte hautnah: Von der Leinwand auf das Freigelände

Der Abend begann mit einer fachkundigen Einführung durch Annika Popp, die nicht nur als lokale Politikerin, sondern auch Mueseumsführerin mit tiefem Wissen über die Geschichte des Ortes beeindruckte. In einer packenden PowerPoint-Präsentation und einer 20-minütigen Filmdokumentation wurden die Jahrzehnte der Teilung lebendig – eine Zeit, in der eine Mauer mitten durch das beschauliche Dorf verlief und Nachbarn sowie Familien trennte.

Anschließend führte Annika Popp die Gruppe über das weitläufige Außengelände. Zwischen den original erhaltenen DDR-Grenzsperranlagen, Beobachtungstürmen und Mauerelementen wurde die Beklemmung der Vergangenheit spürbar, aber auch die enorme Leistung der friedlichen Revolution gewürdigt. Ein kurzer Blick in die neuen Ausstellungsräume rundete den Abend nach einem kleinen Imbiss ab und ließ die Besucher staunen: Die didaktische Aufbereitung und die Ästhetik der neuen Räumlichkeiten wurden einhellig als „ganz großes Kino“ gelobt.

Vernetzung im Schatten der Geschichte

Trotz der ernsten historischen Thematik stand beim Get-togetherin der Cafeteria der positive Ausblick im Vordergrund. Bei einem kleinen Imbiss nutzten die winFORS-Mitglieder die Gelegenheit, über die Bedeutung solcher Kulturdenkmäler für die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Hochfranken zu diskutieren. Das Museum in Mödlareuth zieht jährlich zehntausende Besucher an und ist somit auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Landkreis Hof und das angrenzende Thüringen.

 Der Abend unterstrich einmal mehr das Ziel von winFORS: Regionale Identität stärken, Wissen vermitteln und Menschen zusammenbringen.